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ÖNORM H 7500-1

Diese Norm ist z.Z. WIEDER ANZUWENDEN!

Info-Update 15.10.2021: Nach dem Verkaufsstopp der EN-Norm in Österreich arbeiten wir nun an der Neufassung der Heizlast-ÖNORM.

Info-Update 3.12.2018:

Bei der Sitzung des zuständigen Normungskomitees 058 am 3.12.2018 wurden Widersprüche in der am 15.1.2018 herausgegebenen Heizlast-EN 12831-1 besprochen. Um rechtliche Probleme für Planer zu vermeiden, ist der Beschluss getroffen worden, einen Verkaufsstopp über die neue ÖNORM EN 12831-1 zu verhängen.

Da die nationale Ergänzung nur zusammen mit der EN 12831-1 angewendet werden kann, ist auch die neue prÖNORM H 12831 bis auf Weiteres nicht anzuwenden!

Das zuständige Komitee 058 empfiehlt, bis zur Behebung der Fehler die "alte" ÖNORM H 7500-1 (2015) mit der "alten" ÖNORM EN 12831 (2003) einzusetzen.

Info-Update 16.2.2018:

Aus formalen Gründen kann die bisherige ÖNORM H 7500-1 erst zurückgezogen werden, wenn die neue ÖNORM H 12831-1 als fertige Norm veröffentlicht wurde (diese ist bisher erst als Entwurf verfügbar).

Da die alte ÖNORM H 7500-1 allerdings der seit 15.1.2018 gültigen ÖNORM EN 12831-1 widerspricht, darf sie allerdings aus Sicht der EN eigentlich nicht mehr angewendet werden.

Da es hier eine rechtliche Unsicherheit gibt, empfehlen wir (bis zur Veröffentlichung der fertigen ÖNORM H 12831-1) mit dem Auftraggeber zu vereinbaren, welche Normen für die Planung verwendet werden. Ist es (schriftlich) vereinbart, können sowohl die bisherige Normen (ÖNORM EN 12831 + ÖNORM H 7500-1) als auch die neuen (ÖNORM EN 12831-1 + prÖNORM H 12831-1) angewendet werden.

Normbezeichnung:

ÖNORM H 7500-1 (ausgeschrieben: ÖNORM H 7500 Teil 1)

Titel:

Heizungssysteme in Gebäuden - Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast für Gebäude mit einem mittleren U-Wert ≥ 0,5 W/(m² ∙ K)

Einsatzbereich:

Berechnung der Norm-Raumheizlast und Norm-Gebäudeheizlast. Auslegungsgrundlage von Wärmebereitstellungs- und -abgabe-Systemen

Anmerkung:
Da Teil 2 der ÖNORM nicht verfügbar ist, kann die Norm grundsätzlich auch für Gebäude angewendet werden mit einem mittleren U-Wert <0,5 W/m².K (= arithmetisches Mittel der U-Werte aller Bauteilaufbauten, die an Außenluft grenzen). Die besonderen Gegebenheiten von solchen Gebäuden, z.B. Einfluss der Gebäudemasse oder transparenter Bauteile auf die Heizlast sind ggf. gesondert zu behandeln.

Rechenverfahren:

Statisches Verfahren. Berechnung einzelner Räume. Aus den Raumergebnissen kann auch die Gebäudeheizlast ermittelt werden.

Gültigkeit:

15.2.2015 bis 14.1.2018
und wieder seit dem 3.12.2018!

Nachfolger:

(ÖNORM H 12831-1)
noch nicht gültig, siehe Info oben

Norm-Zusammenhänge:

ÖNORM EN 12831 und ÖNORM H 7500-1 sind zusammen anzuwenden. Die ÖNORM H 7500-1 ist nationaler Anhang zu ÖNORM EN 12831. Sie präzisiert deren Inhalt und enthält nationale Parameter.

Ersatz für:

ÖNORM H 7500 (gültig 1.1.2006 bis 14.2.2015)

Normkonforme Software:

PokornyTec Heizlast Austria
und
PokornyTec Kühllast-Heizlast-Kombi

ÖNORM für Raum- und Gebäudeheizlasten

Anfang 2015 erschien die neue ÖNORM H 7500-1, als Ersatz für die ÖNORM H 7500. Diese Ausgabe ist wieder nationale Ergänzung zur EN 12831. Das bedeutet, dass EN und ÖNORM in Österreich für eine normkonforme Berechnung zusammen einzusetzen sind!

Da es diesbezüglich immer wieder zu Missverständnissen kommt:
Für die Planung in Österreich sind die Berechnungen nach ÖNORM H 7500-1 (bisher ÖNORM H 7500) in Kombination mit der EN 12831 durchzuführen. Wo erlaubt und sinnvoll, kann jetzt auch alternativ nach ÖNORM H 7500-3 gerechnet werden.

Jedenfalls sind Berechnungen nur gemäß EN 12831 (also ohne nationale Ergänzung) nicht zulässig, da die ÖNORM H 7500-1 als nationale Ergänzung wesentliche Parameter für die Berechnungen vorschreibt, die der EN fehlen.

Das Rechenverfahren

Wie bei der ÖNORM H 7500 wird die Heizlast aus der Summe von Transmissionswärmeverlusten, den Lüftungswärmeverlusten und zusätzlichen Aufheizleistungen berechnet.

Die Lüftungswärmeverluste werden nur für natürliche Lüftung (Fensterlüftung, Infiltration durch Undichtheiten) berechnet. Bei vorhandener mechanischer Lüftung sind die dabei auftretenden Verluste erst nach der Heizlastberechnung einzurechnen, z.B. im Zuge der Kesseldimensionierung gemäß ÖNORM H 5151-1.

Bei unterbrochenem Heizbetrieb (z.B. Nachtabsenkung) ist eine zusätzliche Aufheizleistung hinzuzurechnen. Bei entsprechender, bei modernen Anlagen heute verbreiteter Regelung des Wärmebereitstellungs-Systems (durchheizen bei sehr kalten Nächten) ist dies nicht notwendig.

Der praktische Einsatz

Eine händische Berechnung ist zwar grundsätzlich möglich, aber zeitaufwändig und fehleranfällig. Daher ist es mittlerweile üblich für die Berechnungen Softwareprodukte einzusetzen. Eines der ersten Softwareprodukte am Markt nach der ÖNORM H 7500-1 war unsere Software Heizlast H7500-1, die mittlerweile durch die Software Heizlast Austria ersetzt wurde und weiter laufend aktualisiert wird.

Infos zur Software Heizlast Austria